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SQL Server lizenzieren

Bei kaum einem Produkt wird so oft falsch gekauft. Die beiden Modelle kosten bei gleicher Maschine völlig unterschiedlich viel, und die Mindestmengen treiben die Rechnung in beide Richtungen. Trag deine Hardware ein — wir rechnen beide Wege durch und sagen, welcher passt.

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Die drei Zahlen, an denen es meistens scheitert

Mindestens vier Kernlizenzen je Prozessor

Ein Server mit zwei schwachen Prozessoren zu je zwei Kernen hat physisch vier Kerne — lizenziert werden trotzdem acht. Die Mindestmenge gilt je Prozessor, nicht je Server. Bei virtuellen Maschinen gilt sie je Maschine: eine VM mit einem einzigen virtuellen Kern kostet vier Kernlizenzen.

Zweierpakete, keine Einzelkerne

Kernlizenzen gibt es nur im Doppelpack. Neun Kerne bedeuten fünf Pakete, also zehn bezahlte Kernlizenzen. Wer eine Maschine mit ungerader Kernzahl beschafft, verschenkt bei jedem Server eine Lizenz.

Die 20-Kern-Grenze bei Server+CAL

Im Server+CAL-Modell deckt die Serverlizenz höchstens zwanzig Kerne ab. Steckt mehr in der Maschine, liegt der Rest brach. Davon zu unterscheiden ist die Rechengrenze der Standard Edition: sie nutzt ohnehin nur die kleinere Zahl aus vier Sockeln oder 24 Kernen, unabhängig vom Lizenzmodell. Wer einen 32-Kern-Server mit Standard bestückt, bezahlt Hardware, die nie arbeitet.

Häufige Fragen

Wie viele Kernlizenzen brauche ich für SQL Server?

Lizenziert werden alle physischen Kerne des Servers, mindestens jedoch vier Kernlizenzen je Prozessor. Verkauft wird ausschliesslich in Zweierpaketen, ungerade Zahlen werden also aufgerundet. Bei virtuellen Maschinen wird jede Maschine einzeln gezählt, ebenfalls mit mindestens vier Kernlizenzen.

Was ist günstiger: pro Kern oder Server plus CAL?

Das hängt allein an der Zahl der zugreifenden Personen. Bei wenigen Nutzern ist Server+CAL meist deutlich günstiger, bei vielen kippt es zugunsten der Kernlizenzierung. Server+CAL gibt es nur für die Standard Edition und deckt höchstens 20 Kerne ab.

Warum kann ich Enterprise nicht mit CALs lizenzieren?

Die Enterprise Edition wird ausschliesslich pro Kern lizenziert. Ein Server+CAL-Modell ist dort gar nicht vorgesehen.

Muss ich einen passiven Ausfallserver lizenzieren?

Mit einem laufenden Wartungsvertrag (Software Assurance) ist ein passiver Ausfallserver abgedeckt, solange er wirklich passiv bleibt: keine Abfragen, keine Berichte, keine Sicherungen von dort. Ohne Wartungsvertrag muss er voll lizenziert werden. Das ist einer der häufigsten Befunde bei Lizenzprüfungen.

Brauche ich Lizenzen für Test- und Entwicklungsumgebungen?

Nein, dafür gibt es die kostenlose Developer Edition. Sie ist funktional der Enterprise Edition gleichwertig, darf aber ausschliesslich ausserhalb der Produktion eingesetzt werden.

Und dann?

Wenn die Stückzahl steht, ist die nächste Frage der Beschaffungsweg — der entscheidet über den Preis je Lizenz oft stärker als die Menge. Dazu: Welcher Rahmenvertrag passt? Läuft auf demselben Blech auch das Betriebssystem, brauchst du dafür getrennte Lizenzen: Windows Server lizenzieren.